bodenständig Corporate Design

Wie Tobias Brand es sich mit seinem Marketing leicht gemacht hat.

Designsysteme sind eine feine Sache. Ein prima Beispiel, wie so etwas aussehen und ablaufen kann, ist das Erscheinungsbild für die Firma »bodenständig«, das ich 2016 für den Inhaber Tobias Brand entwickelt habe.

Tobias verkauft Holzfußböden und ist der beste Berater, den man sich für dieses Thema wünschen kann. Er war vor seiner Gründung festangestellt und wollte seinen Laden auf solide Füße stellen. Sprich: Er wollte souverän loslegen und nicht lange auf seine ersten Umsätze warten.

Was Tobias brauchte war eine solide gestalterische Basis, die ihm genug Rückhalt gab für seinen schwungvollen Start.

Ein guter Start bedeutet mit starken Designbasics loszulegen, die in einem Corporate Designsystem zusammen gestellt sind.

Lies hierzu auch gerne meinen Beitrag:
»Mit was du anfangen solltest, wenn du über dein Design nachdenkst«

Für »bodenständig« wurden folgende Elemente entwickelt: Die Wortmarke, die Farbigkeit, Schrift, Bildsprache und eine Layoutstruktur. Diese Elemente tauchen in allen Marketingmaterialien auf. Nicht immer zu gleichen Teilen, aber konsequent.

Visitenkarte von »bodenständig« auf dreilagigem Papier von »Colorplan«

Nichts geht über ein gutes Netzwerk aus Freiberuflern

Bei »bodenständig« habe ich das Corporate Designsystem und die ersten Marketingmaterialien aufgebaut. Nach der Entwicklung der Bildsprache hat Tobias die Fotografin Fabiane Lange hinzugeholt und von ihr die Fotos in seinem Laden anfertigen lassen. Seine Webseite wurde von mir gestalterisch aufgebaut und dann von Richard Marszall programmiert.

Durch die einheitlichen Vorgaben konnten all seine Werbematerialien zügig aufgebaut werden.

Die responsive Webseite von »bodenständig«

Tobias Brand hat mit seinem Laden einen super Start hingelegt.

Interessant war, dass er relativ zu Beginn seiner Selbstständigkeit eine telefonische Anfrage vom ortsansässigen Bundesligafußballverein bekam, ob er nicht gerne Sponsor werden würde. Der Startbetrag so eines Sponsoringvertrages lag weit über dem, was sich «bodenständig» damals hätte leisten können. Das heißt, er wurde von außen schon als etabliert wahrgenommen, obwohl es ihn noch gar nicht so lange am Markt gab.

Es hat ihm gutgetan, dass er sein ganzes Know-How, seine Erfahrung und fachliche Expertise sichtbar gemacht hat.

Er hat sein Licht – gleich zu Anfang – nicht unter den Scheffel gestellt!

Messestand von bodenständig auf den Bremer Altbautagen
Messestand der firma »bodenständig« auf den Bremer Altbautagen

Der eigene Messeauftritt

Anfang dieses Jahres war »bodenständig« mit einem kleinen Stand auf den Bremer Altbautagen vertreten.

Für den Stand hatte er ein, für Messeverhältnisse, relativ kleines Budget eingeplant. Sein Wunsch war, möglichst viel selber umzusetzen. Das Designsystem, das ich vor drei Jahren entwickelt hatte, hat ihm die Planung maßgeblich erleichtert. Für die Gestaltung seines kleinen Messestandes haben wir nur ein gemeinsames Treffen angesetzt. Die wichtigste Aufgabe war, sein vorhandenes Designsystem in den Raum zu übersetzen.

Wie gesagt: Ein einziges Treffen mit Brainstorming und den ersten Überlegungen, was dafür am wichtigsten wäre und wie das funktionieren könnte – erste Möglichkeiten andenken und dabei Mittag essen. Fertig!

Tobias war sehr schnell in der Lage, alleine weiterzuplanen und ist voller Inspirationen und Ideen aus unserem Treffen gegangen. Er konnte seinen Messestand ab da souverän durchdenken und aufbauen. Durch sein System hat er schnell grundlegende Entscheidungen treffen können, von denen er wusste, dass sie für ihn die richtigen waren.

Tobias Brand an seinem kleinen Messestand auf den Bremer Altbautagen

Natürlich kann man sich so einen Messestand auch von einer Agentur oder einer/m Designer*in entwickeln lassen. Ein vorhandenes Corporate Design spart auch dabei Zeit und Geld, weil die Basics nicht mitentwickelt werden müssen und die gestalterische Richtung schneller gegengeprüft werden kann.

Tobias Brand hat viele positive Rückmeldungen zu seinem Stand auf der Messe bekommen und mehrere nachhaltige Kontakte zu möglichen Kunden knüpfen können.

Das heißt für dich:

Wer deine Marketingmaterialien aufbaut, entscheidest du!

Du entscheidest, welche Sachen du am liebsten selber aufbaust und welche du an Gestalter, Webdesigner, Innenarchitekten oder andere Gewerke rausgibst.

Aber:

Wenn du ein eigenes Corporate Designsystem hast, arbeiten alle in deine Richtung, ohne dass du an jeder Stelle wieder von neuem anfängst, zu erklären. Du musst nie wieder darüber nachdenken, welche Farbe du für deine Sachen einstellen oder welche Schriften du nehmen sollst.

Du hast dein eigenes System, das es dir einfach macht, alle deine Marketingmaterialien »aus einem Guss« zu präsentieren.